Zeremonie
Der Verlust eines lieben Menschen hinterlässt eine Lücke, deren Ausmaß wir im ersten Augenblick gar nicht wahrnehmen können. Erst im Laufe der Zeit lernen wir diese neue Situation anzunehmen.
Die Erinnerung an den Verstorbenen verläuft erfahrungsgemäß in den ersten Wochen und Tagen recht unkontrolliert, d. h. Bilder, Erlebnisse und auch Gespräche treten unvermittelt in die Gegenwart ein. Es ist Sinn und Zweck einer jeden Trauerkultur Angehörige über diese Zeit zu begleiten und Ihnen bei der Formensuche von Erinnerung beizustehen.
Im Rahmen unserer unternehmerischen Kompetenz, können wir helfen, diese Erinnerung in einen dankbaren Kontext zu stellen:
floral, rhetorisch und musikalisch.
Aber auch wenn der Verstorbene keiner Religion angehört hat, haben sich Formen der Erinnerung, der Würdigung und der Dankbarkeit entwickelt. Diese speisen sich in der Hauptsache aus der richtigen Proportion von Sprache und Musik. Musik, gleich welcher Art hat nicht nur einen tröstenden, sondern auch einen funktionalen Charakter, denn sie vermag es Menschen in einen Gleichklang zu bringen. Diese ist wesentlich als eine Voraussetzung für gemeinsames Erinnern und Gedenken anzusehen.
Neben der Fähigkeit von Musik, Augenblicke, Begegnungen und Bilder in diesem Raum, der Menschen zu einer Trauerfeier beherbergt zu bündeln, ist sie durch ihre Replizierbarkeit ein wesentlicher Bestandteil für den Umgang mit der Trauer im Alltag.
Melodien der Erinnerung könnten so zu Melodien der Dankbarkeit werden. Erinnerung und Musik sind einander deshalb verwandt, weil sie durch ihre Struktur und Funktion viele Menschen nachhaltig berühren und erreichen. Erinnerung ist somit nicht nur ausschließlich individuell zu denken, sondern berührt, mittels einer Trauerfeier, ein hohes Maß an Öffentlichkeit.
Im Sinne des Verstorbenen soll die Musik nicht nur für den Moment, sondern darüberhinaus in den Herzen der Menschen weiterklingen.